Erweiterte Einstellungen | PreSonus Studio One Explained – Chapter 1 #6

Im 6. Teil dieses Workshops erklären wir euch die Einstellungsoptionen unter dem Reiter “Erweitert” > Bearbeitung. Dazu haben wir fehlende Optionspunkte im Studio One Handbuch ergänzt.

Bearbeitung

● Die Option Fadenkreuz für Werkzeuge aktivieren ist in der Voreinstellung eingeschaltet. Damit wird in der Arrange-Ansicht ein großes, weißes, vertikales und horizontales Fadenkreuz eingeblendet, welches hilft, die verschiedenen Mauswerkzeuge exakt zu positionieren.

● Die Option Positionieren bei Klick in leeren Bereich ist in der Voreinstellung nicht aktiviert. Aktiviere diese Option ,um den Wiedergabe-Cursor durch Klicken in leere Bereiche oder in Bereiche, die keine Events enthalten, zu positionieren.

● Ebenen nach Take-Aufnahme ausklappen ist in der Voreinstellung nicht aktiviert. Aktiviere diese Option, wenn du möchtest, dass die Ebenen-Spur nach einer Take-Aufnahme automatisch ausklappt. Diese Option dient dem Aufnahmemodus “Take als Layer”.

● Farbe der Ordnerspur auf Inhalt anwenden ist in der Voreinstellung nicht aktiviert. Aktiviere diese Option, um die Farbe einer Ordnerspur auch auf alle enthaltenen Inhalte anzuwenden.

● Die Option Spurbedienelemente einfärben ist in der Voreinstellung nicht aktiv und die für die einzelnen Spuren eingestellten Farben werden in der Arrange-Ansicht in den Bedienelementen der Spuren als kleines Farbfeld angezeigt. Sofern die Option „Spurbedienelemente einfärben“ aktiviert ist, werden alle Bedienelemente der Spuren zur Kenntlichmachung komplett eingefärbt.

● Spuren und Ebenen automatisch einfärben ist standardmäßig aktiviert. Diese Option gilt für den Import von Dateien, wenn Titel ohne Verwendung des Dialogfelds “Titel hinzufügen” erstellt werden.

● Die Option Kanalnummern auf Spuren anzeigen ist in der Voreinstellung nicht aktiv. Nicht allen Spuren ist in der Konsole ein Kanal zugeordnet (und umgekehrt). Um Lücken in der Nummerierung von Spuren und Kanäle zu vermeiden, werden diese separat durchnummeriert. In der Folge kann es vorkommen, dass eine Spur und der zugeordnete Kanal unterschiedliche Nummern tragen. Wenn dich das das irritiert, kannst Du die Nummerierung der Spuren und Kanäle angleichen, indem Du die Option „Kanalnummern auf Spuren“ aktivieren.

● Keine Überlappungen beim Bearbeiten von Events ist standardmäßig deaktiviert. Wenn Du ein Ereignis über ein anderes Ereignis verschiebst oder einfügst, wird alles gelöscht, was darunter vergraben ist, sodass keine überlappenden Daten vorhanden sind (nur die Audio-Überblendungen bleiben erhalten). Wenn der zu kopierende Bereich Daten außerhalb eines Ereignisses enthält, wird die Bereichsauswahl so behandelt, als wäre sie Teil des Ereignisses. Wenn die Bereichsauswahl eingefügt wird, wird der identische Bereich am Ziel überschrieben.
Beachte, dass die Einstellung “Keine Überlappung” nur für Notendaten funktioniert, wenn unter Studio One / Options / Advanced / MIDI (macOS: Preferences / Advanced / MIDI) “Lange Noten am Part-Ende schneiden” aktiviert ist.

Eventdarstellung

● Mit der Option Eventnamen anzeigen werden die Namensbezeichnungen der Events in der Arrange-Ansicht eingeblendet. Diese Option ist rein ästhetischer Natur und hat keinen Einfluss auf die Funktionalität.

● Automationskurven auf Instrumentenparts anzeigen – Überlagert eine grafische Darstellung der Controller-Aktivität (Lautstärke, Sustain usw.). Dies ändert keine Funktionen. Deaktivieren Sie diese Option, um nur die Noten anzuzeigen.

● Akkorde auf Events anzeigen blendet die im Arrangement erkannten Akkorde über den Audio-Event ein. Als Spurhöhe muss dazu mindestens die Einstellung „Klein“ eingestellt sein.

● Die Option Events transparent zeichnen (Raster scheint durch) ist in der Voreinstellung nicht aktiv. Aktiviere diese Option, um das Zeitachsenraster in der Arrange- und Editor-Ansicht im Hintergrund der Events einzublenden. Bei manchen Bearbeitungsvorgängen kann es hilfreich sein, das Raster einzublenden.

● Wellenform geglättet zeichnen sorgt dafür, dass alle im Programm dargestellten Wellenformen geglättet dargestellt werden. Deaktiviere diese Option, sofern Du eine Verschlechterung der Grafikleistung oder der Reaktionsgeschwindigkeit der Bedienoberfläche bemerken (abhängig von der eingesetzten Grafik-Engine und -Hardware).

● Event-Embleme anzeigen ist standardmäßig aktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, wird in der Arrangement-Ansicht ein dunkleres Feld um den Ereignisnamen eingefügt, damit sie leichter lesbar sind.

Automation

● Automation folgt Events ist in der Voreinstellung aktiviert. Aktiviere diese Option, um Automationskurven mit Events zu verknüpfen, sodass beim Verschieben von Events auch die „darunter liegende“ Automation bewegt wird.

● Die Option Events hinter Automationskurven deaktivieren ist in der Voreinstellung aktiviert. So können Events nicht mit den Mauswerkzeugen erreicht werden, während eine Automationskurve angezeigt wird. Auf diese Weise wird verhindert, dass während der Arbeit an Automationskurven darunterliegende Events unbeabsichtigt verändert werden.

● Die Option Automationsspuren für Kanäle automatisch erzeugen ist in der Voreinstellung deaktiviert. Aktiviere diese Option, um für jeden in der Konsole neu hinzugefügten Effektkanal, Bus oder VCA-Kanal automatische eine Automationsspur zu erzeugen. Dies ist hilfreich, um den Spuraufbau in der Arrange-Ansicht mit den Kanälen in der Konsole abzugleichen.

● Die Option Automationskurven für alle berührten Parameter erzeugen ist in der Voreinstellung aktiviert. Ist diese Option aktiv, wird jedem automatisierbaren Parameter eine Automationskurve zugewiesen, sobald das entsprechende Bedienelement bedient wird.

● Punktreduzierung – Mit dieser Option kannst Du die Dichte neuer Automatisierungsdaten während des Schreibens steuern. Dies hilft, die CPU-Last während der Wiedergabe zu reduzieren. Beachte, dass diese Einstellung keine Auswirkungen auf vorhandene Automatisierungskurven hat.

● Über die Auswahlfelder im Bereich Automationskurven für neue Audiospuren wählst Du die Standard-Automationskurve aus, die für neue Spuren angelegt wird. Zur Auswahl stehen die Typen Lautstärke, Pan und Stummschalten.

Audio

● Die Option “Überlappungen wiedergeben” für neue Audiospuren einschalten sorgt dafür, dass bei überlappenden Audio-Events alle Events wiedergegeben werden. Ist diese Option deaktiviert, wird immer nur das Audio-Event auf der obersten Ebene wiedergegeben.

●  Die Option Cache für Timestretch-Audiodateien verwenden ist in der Voreinstellung aktiviert. Sie wird detailliert im Abschnitt Arbeiten mit dem Timestretch-Cache im Kapitel Editieren beschrieben.

●  Die Option Tempoinformation in Audiodateien schreiben ist in der Voreinstellung aktiviert. Ist diese Option aktiv, können Tempoinformationen in alle mit Studio One aufgenommenen Audiodateien geschrieben werden. Die Tempoinformationen des Songs zum Zeitpunkt der Aufnahme werden in der Datei gespeichert und ermöglichen ein automatisches Timestretching. Sollte es in anderen Programmen zu Problemen beim Lesen von mit Studio One erstellten Audiodateien kommen, kann es helfen, diese Option zu deaktivieren.

●  Die Option Dithering für die Wiedergabe und den Audiodatei-Export verwenden ist in der Voreinstellung aktiviert und bedeutet, dass ein triangulärer Dither-Algorithmus (ohne Noise-Shaping) angewendet wird, wenn die Wortbreite des Audiosignals durch ein Gerät oder beim Dateiexport reduziert wird. Deaktiviere diese Option, wenn Du eine Drittanbieter-Dithering-Lösung verwenden möchtest, wie z. B. einen Limiter-Effekt auf dem Hauptausgang, der über ein eigenes Dithering mit einer von Ihnen bevorzugten Charakteristik verfügt.

●  Aktiviere die Option Echtzeitverarbeitung beim Aktualisieren der Masterdateien, um Echtzeitverarbeitung zu verwenden, wenn die Masterdatei für einen Song automatisch aktualisiert wird. Dies ist notwendig, wenn Songs bestimmte Geräte wie z. B. externe Instrumente verwenden, die einen Echtzeit-Mixdown erfordern, um in den Mix aufgenommen zu werden.

● Mit der Option Audioeingang voraufnehmen erstellen Sie einen Puffer einer vorgegebenen Länge, worin – selbst wenn die Aufnahme über das Transportfeld angehalten wurde – eine kontinuierliche Aufnahme gespeichert wird. Auf diese Weise kann auch Audiomaterial in die Aufnahme übernommen werden, das vor dem eigentlichen Start der Aufnahme erzeugt wurde. Die fertige Aufnahme enthält dann auch die von Ihnen eingegebenen Sekunden vor dem Zeitpunkt, an dem Sie die Aufnahme gestartet hatten.

      • Aufgenommen werden alle Signale, die an physikalisch belegten Eingängen eingehen. Ist die Voraufnahme-Funktion aktiviert, können Sie die aufgenommenen Daten sichtbar machen, indem Sie den Beginn des jeweiligen Events nach links verschieben.
      • Wird die Aufnahme auf derselben Spur wieder gestartet, beginnt die Voraufnahme erst wieder nach dem Ende der letzten Aufnahme, um doppelte Aufnahmen zu verhindern und einen nahtlosen Übergang zwischen zwei Aufnahmen zu ermöglichen.

● Mit Aufnahme-Offset kannst Du einen Versatz für Musikaufnahmen im Arrangement einstellen, um etwaige Geräte- oder Treiberlatenzen zu kompensieren.

Windows

● Die Option Audiogerät im Hintergrund freigeben ist in der Voreinstellung deaktiviert. Ist die Option aktiv, kann das verwendete Audiogerät von anderen Anwendungen angesprochen werden, sobald Studio One minimiert wird.

●  Die Option Audio im sicheren Modus verarbeiten ist in der Voreinstellung deaktiviert. Wenn Sie diese Option aktivieren, wird Audioprozessen eine größere Verarbeitungsbandbreite zugewiesen, was zu höheren Latenzen führt. Das kann für leistungsschwächere Computer oder im Fall von Performance-Probleme nützlich sein.

MIDI

● Timecode folgt Loop ist in der Voreinstellung aktiviert und stellt sicher, dass MIDI-Timecode synchron bleibt, wenn der Loop-Modus in einem Song oder Projekt aktiv ist. Wenn diese Option deaktiviert ist, läuft der MIDI-Timecode auch dann kontinuierlich (aufsteigend), wenn die Wiedergabe in Studio One in der Schleife erfolgt.

● Die Option Vorgezählte Noten anzeigen ist in der Voreinstellung deaktiviert. Aktiviere diese Option, um MIDI-Noten, die während des Vorzählers eingegeben werden, in die Aufnahme zu übernehmen. Diese Option kann nützlich sein, wenn das Einspielen eines Parts kurz vor dem ersten Takt beginnt.

● Die Option Lange Noten verfolgen ist in der Voreinstellung aktiviert. Damit wird eine Note, deren Startpunkt sich vor dem aktuellen Start der Wiedergabe befindet, so behandelt, als würde sie an eben diesem Punkt einsetzen. Wenn beispielsweise eine Note eines Synth-Pad-Sounds in Takt 1 beginnt und bis Takt 8 andauert und Sie die Wiedergabe in Takt 4 starten, wird die Note mit denselben Parametern wie in Takt 1 in Takt 4 ausgelöst. Wäre die Option deaktiviert, würde die Note überhaupt nicht ausgegeben werden.

● Die Option Lange Noten am Part-Ende abschneiden ist in der Voreinstellung deaktiviert. Aktivieren Sie diese Option, damit Noten in jedem Fall am Ende des Instrumentenparts abgeschnitten werden, auch wenn sie eigentlich länger klingen würden. Letztendlich sorgt diese Option dafür, dass am Part-Ende ein Note-Off-Befehl ausgegeben wird.

● Mit Aufnahme-Offset kannst Du einen Versatz für Musikaufnahmen im Arrangement einstellen, um etwaige Geräte- oder Treiberlatenzen zu kompensieren.

Windows MIDI

● Emulierte Direct-Music-Ports ausblenden ist in der Voreinstellung aktiviert und sorgt dafür, dass in Studio One MIDI-Geräte-Ports nicht mehrfach eingeblendet werden.

● Die Option Legacy MIDI anstatt DirectMusic verwenden ist in der Voreinstellung nicht aktiv. Wenn Du diese Option aktivierst, werden DirectMusic-MIDI-Geräte ignoriert und MIDI-Geräte von Studio One als Legacy MIDI angesteuert.

● Die Option MIDI-Zeitstempel ignorieren ist in der Voreinstellung deaktiviert. Diese Option kann helfen, wenn Timing-Probleme bei einem MIDI-Gerät auftreten, wie z. B. eine zunehmende Zeitverschiebung oder ein genereller Versatz.

Konsole

● Verlauf verwenden Aktiviere diese Option, um Änderungen in der Konsole wie Fader-Bewegungen und Kanal-Mutes rückgängig machen zu können.

● Kanalzüge einfärben Aktiviere diese Option, um in der Konsole den gesamten Kanalzug mit der jeweiligen Farbe einzufärben und nicht nur das Beschriftungsfeld. Diese optische Orientierungshilfe kann besonders bei umfangreichen Arrangements nützlich sein.

● Verhalten der Fader Hier legst Du fest, wie sich die Kanal-Fader der Konsole bei der Bedienung mit der Maus verhalten. Wenn die Option „Berührung“ ausgewählt ist, müssen Sie den Fader zunächst einmal anklicken, bevor Sie ihn auf die gewünschte Position bewegen. Wenn die Option „Sprung“ ausgewählt ist, können Sie die Fader-Position festlegen, indem Du auf einen beliebigen Punkt des Fader-Bereichs klickst.

● Plug-In-Menü Hier legst Du den Stil der lokalen Plug-In-Menüs für die Konsole, den Inspektor und den Kanaleditor fest. In der Einstellung „Einfach“ werden die Plug-Ins als einfache, nach Ordnern (inkl. Der benutzerdefinierten Ordner) sortierte Liste dargestellt. In der Einstellung „Erweitert“ erhalten Sie eine Browser-ähnliche Darstellung mit Such- und Sortierfunktionen (ähnlich dem Plug-In-Reiter im Browser). Diese Option wirkt sich auf die Darstellung aller lokalen Plug-In-Menüs in der Konsole aus.

● Audioeingang folgt Auswahl Aktiviere diese Option, um die zuletzt ausgewählte Audiospur aufnahmebereit zu schalten und abzuhören.

● Instrumenteneingang folgt Auswahl Aktiviere diese Option, um die zuletzt ausgewählte Instrumentenspur aufnahmebereit zu schalten und abzuhören.

● Solo folgt Auswahl Wenn diese Option aktiviert ist und Sie eine Spur solo schalten und dann eine andere Spur markieren, wird die neu markierte Spur solo geschaltet. Ist diese Option deaktiviert, bleibt die Soloschaltung bestehen, bis Sie sie explizit aufheben.

● Die Option Kanaleditor folgt Auswahl ist in der Voreinstellung aktiviert. Dadurch folgt ein geöffnetes Plug-In-Fenster von Effekten oder virtuellen Instrumenten dem ausgewählten Kanal. Somit wird sichergestellt, dass Sie jederzeit nur die Geräte sehen, die mit dem ausgewählten Kanal in Bezug stehen.

● Wenn Du möchtest, dass das Mithören für die Audio- oder Instrumentenspur automatisch zusammen mit der Aufnahmebereitschaft einer Spur eingeschaltet wird, aktiviere die Optionen Audiospur-Mithören folgt Aufnahmemodus und Instrumentenspur-Mithören folgt Aufnahmemodus.

● Die Option Audiospur-Mithören schaltet Wiedergabe stumm (Tape Style) schaltet die Wiedergabe aller vorhandenen Audio-Events stumm, für die die Mithören-Funktion aktiviert ist.

● Cue Mix Stummschaltung folgt Kanal Aktiviere diese Option, um bei Solo-Schaltung eines Kanals alle anderen Spuren der zugehörigen Cue-Mischung stummzuschalten. Deaktiviere diese Option, um bei Solo-Schaltung eines Kanals alle anderen Spuren der zugehörigen Cue-Mischung weiterhin wiederzugeben.

HINWEIS Sofern diese Option deaktiviert ist, stehen in Bussen und Effektkanälen keine Cue-Mischungen zur Verfügung. Die Cue-Mix-Sends der Kanäle werden direkt auf den Cue-Mix-Ausgang geroutet.

 

 

Synchronisierung

Externe Synchronisierung Klicke auf diese Option, damit Studio One dem eingehenden MIDI-Timecode (MTC) folgt. Beachte, dass einige MIDI-Geräte nur MIDI-Clock-Daten übertragen, nicht MTC. Studio One erfordert ein höheres Maß an Genauigkeit, als eine einfache MIDI-Clock bieten kann. Für die Konvertierung von SMPTE ist ein externer Synchronizer erforderlich. Für zusätzliche Genauigkeit wird die Verwendung einer externen Wortuhr (Master) empfohlen.

Midi Time Code Wähle das Gerät aus, das den MIDI Time Code (MTC) erhalten soll. Das graue Feld rechts neben dem Gerätenamen zeigt den aktuellen Status der MTC-Übertragung an.

Midi Machine Control Wählen das Gerät aus, das den MIDI Time Code (MTC) erhalten soll. Das graue Feld rechts neben dem Gerätenamen zeigt den aktuellen Status der MTC-Übertragung an.

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