Mixing Quick Tip: 4 Wege fürs De-Essing

Das Entschärfen von Sibilanten wie s- ch- oder sch- Laute bei Vocals kann manchmal ein Fluch sein. Um diese zu Entschärfen gibt es neben den bekannten De-Esser verschiedene Wege:

Clip Gain Envelope

Ein Weg, der von vielen Pros zum De-Essen, Bearbeitung von Atemgeräuschen und entschärfen von Plosiv-Lauten genutzt wird. Bei Clip Gain Envelope handelt es sich um eine Automationshüllkurve. Mit dieser werden störende Silben in Clips bzw. Events einfach im Pegel herabgesetzt. Die Anwendung ist extrem einfach und transparent, jedoch bei vielen “Störsignalen” auch zeitaufwendig.

De-Esser Plug-Ins

Es gibt zahlreiche Plug-Ins wie Waves DeEss oder Fabfilter Pro-DS auf dem Markt, welche auf das Dämpfen von Sibilanten spezialisiert sind. Ein De-Esser ist ein Kompressor welcher in einem bestimmten, meist sehr schmalen Frequenzband arbeitet. De-Esser sind relativ leicht anwendbar. Jedoch behandelt es oft nicht mehrere Problemfrequenten und erwirkt oft nur einen Kompromiss zum erwünschten Klangergebnis.

Mehr über De-Esser findest du hier in unserem Dynamic Basic Workshop

Multiband Kompression

Auch einen Multiband Kompressor kann man als De-Esser einsetzen. Ein Multiband Kompressor ist in mehrere Frequenzbänder aufgeteilt und besitzt mindestens zwei Frequenzbänder / eine Frequenzweiche. Somit ist es möglich, verschiedene Frequenzbereiche unterschiedlich zu bearbeiten. Der Vorteil gegenüber den meisten klassischen De-Esser Plug-Ins ist, dass man mehrere Problemfrequenzen bearbeiten kann. Jedoch ändern viele Multibandkompressoren den Klangcharakter und sind gegenüber eines De-Esser oder Clip Gain Envelope Automation schwieriger einzustellen.

Mehr zum Multiband Kompressor findest du hier in unserem Dynamic Basic Workshop

Dynamic EQ

Die oft beliebtere Methode gegenüber einem Multiband Kompressor ist der dynamische Equalizer. Hierbei handelt es sich um einen Equalizer mit dynamischen Bändern. Auf jedem Band sitzt wie beim Multiband Kompressor ein Kompressor mit den Parametern Threshold, Ratio, Release und Attack. Wird der Threshold eines Bandes überschritten, regelt der EQ lauter oder leiser (je nach Setting). Der Unterschied zum Multiband Kompressor besteht darin, dass wesentlich schmalere Bänder (“Q-Faktor”) möglich sind und die Flankensteilheit sehr variable ist. Mit einem dynamischen EQ, ist eine gezielteres,  chirurgisches Eingreifen möglich. Der Dynamic EQ bietet zum Bearbeiten von scharfen Sibilanten und Plosiv-Lauten eine sehr gute Kontrolle und weniger Artefakte als ein Multiband Kompressor.

Mehr zum Dynamic EQ findest du hier in unserem Dynamic Basic Workshop

Welche ist deine bevorzugte Methode zum De-Essen? Schreibe es in die Kommentare.

Autor: André Masterati

Das könnte Dich auch interessieren:

HINTERLASSE EIN KOMMENTAR