Neuausrichtung oder Schwierigkeiten bei Native Instruments?

Update: Mittlerweile hat Native Instruments offiziell Stellung bezogen. Das Update findest du hier

In den letzten Wochen gab es vermehrt Gerüchte und Berichterstattungen über Schwierigkeiten bei Native Instruments. Diese kommen zum großen Teil auch von aktiven und ehemaligen Mitarbeiten der Soft- und Hardwareschmiede. Diese beschweren sich über eine hohe Anzahl an kurzfristigen Entlassungen, Kommunikationsprobleme mit der Führungsebene, plötzlich abgebrochene Entwicklungsprojekte, veraltete Arbeitsweisen und wenig Innovation auf Seiten des Unternehmens.

Reddit berichtete kürzlich über Entlassungen von über 20% der Belegschaft am Hauptsitz in Berlin. Ein Mitarbeiter schrieb auf der englischen Job-Rating-Plattform  Glassdoor.co.uk , dass an einem Tag über 100 Mitarbeiter „gefeuert“ wurden. Darunter Angestellte, welche bereits über 15 Jahre im Unternehmen sind.

Dirk Ulrich von Plugin Alliance / brainworx gab gestern in der Facebook Gruppe „Plugin Alliance Audiophiles“ bekannt, dass sich die Veröffentlichung des im Juli angekündigten Synth Plugin „LION“ weiterhin verschieben werde, da Native Instruments die Verifizierung des enthaltenen NKS Support noch nicht bearbeitet habe. Auch andere Hersteller sprachen dieses Jahr über Kommunikations- und Entwicklungsprobleme in der Zusammenarbeit mit Native Instruments.

CDM berichtet über eine Neuausrichtung des Unternehmens, welche den Projektnamen „One Native“ tragen soll. Was das genau heißen soll bleibt unbekannt. Vielleicht nur noch ein Standort oder eine cloudbasierte Plattform? Man kann hier viel spekulieren.

2017 ist Native Instruments eine Partnerschaft mit der Investorengruppe EHM Partners eingegangen, dessen Fundraising über 350 Millionen USD betrug. Davon gingen 59 Millionen USD  an Native Instruments. Vorstellbar ist, dass eine neue Strukturierung und Ausrichtung mit der neuen Partnerschaft und dessen Investment die Folge ist. NI verzeichnete zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 80 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 500 Personen und hat Büros in Berlin, Los Angeles, Tokio, Paris, Toronto, London und Shenzhen.

Behringer veröffentlichte am 02. September einen Facebook Post, in dem Neueinstellungen von über 50 DSP- und Softwareentwickler an den Standorten Deutschland, Dänemark und Großbritannien angekündigt wurden. Vielleicht eine bezogene Anwerbung der entlassenen Native Instrument Entwickler?

Author: André Masterati

Quellen: Reddit, CDM, Glassdoor, Facebook, Gearnews

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