PreSonus veröffentlicht Studio One 4.5 Major Update

PreSonus veröffentlicht Studio One 4.5 – Das bisher größte kostenlose Update für die Presonus DAW umfasst 70 neue Features, ein neues Addon, 20 Bugfixes und die Nektar Panorama Integration. Letztere wird nicht aufgeführt, da es sich vielleicht eher um ein Feature seitens Nektar handelt.

„You Asked For It“

Mit diesem Slogan bewarb PreSonus in den Social Media Netzwerken mit einigen Retro- Bilder und Videos seine heutige Premiere. Versteckt war das Studio One Logo manchmal zu sehen. Bereits in den letzten Jahren veröffentlichte PreSonus um den 20. Mai rum Major Updates für Studio One. So zum Beispiel die Version 3.0, 3.5 und letztes Jahr die 4.0 Version. Heute um 17:02 Uhr war dann spätestens die Katze aus dem Sack. Studio One 4.5 erblickt das Licht der Welt. „You asked for it“. Userwünsche werden wahr. Mit der Version 4.5 präsentiert PreSonus 70 neue Features. Dabei handelt es zu einem großen Teil um Top Feature Requests aus der PreSonus Community. Zwar wurden einige Top Feature Requests wie bessere Features für Film Scoring und eine Komplete Kontrol Integration noch nicht abgearbeitet, mit dem neuen Update sollte aber jede auf seine Kosten kommen.

Da im Video der Premiere lange nicht alle Features gezeigt wurden, haben wir am Ende dieser Seite den kompletten Changelog auf deutsch veröffentlicht. Zudem werden wir euch unsere Top Features in den kommenden Tagen nach und nach in kleinen Videos präsentieren.

Überblick – Das ist neu in Studio One 4.5

CPU-Last Optimierung: Viele User haben sich einen besseren Multicore Support gewünscht. Studio One  besitzt natürlich Multicore CPU Support – und das ziemlich gut. PreSonus hat hier allerdings nochmal ordentlich geschraubt. Die mitgelieferten VST-Instrumente Mai Tai und Presence XT sollen nun merkbar weniger CPU verbrauchen. Zudem sollen allgemein Multi-Instrumente bis zu 70% und Native Plugins von Drittanbietern bis zu 50% weniger Rechenleistung in Anspruch nehmen. Weiter wurde die Zusammenarbeit zwischen Software und Hardware optimiert. Ob man die Optimierung wirklich spürt werden wir natürlich testen.

Chords & Midi / Noten: Chords lassen sich in der Akkordauswahl und Chord Events im Akkordtrack nun benutzerdefiniert vorhören. Das Menü für musikalische Eingaben wurde neu organisiert. Mehrere Noten lassen sich nun gleichzeitig durch ziehen stretchen. Für Noten gibt es nun viele weitere smarte Aktionen wie Skala anwenden, verteilen, zufällig sortieren, quantisieren, ausdünnen und füllen. So ist es möglich eine Tonart festzulegen, und an diese ausgerichtet Noten und Akkorde zufällig, aber nicht sinnlos zu verteilen.

Neue Bedienelemente am Input von Channels: Channel besitzen nun neue Bedienelemente am Input. Für jeden Channel steht nun ein Software Gain (Input Trim), Phase Invert Button, sowie bei angeschlossenen PreSonus Interfaces ein 48V Phantomspeisung Button zur Verfügung.

Custom Console: Die Konsole von Studio One 4 lässt sich nun mehr in der Darstellung konfigurieren. So lassen sich z.B. Input Bedienelemente, Sends / Cue Mix oder Gruppenzuweisungen ein- und ausblenden.

Mehr Metering: Audiopegel lassen sich nun global optional auch vor dem Fader anzeigen. Zudem erhalten die Channels eine RMS/Peak Metering Option.

I/O Routing: Die Routing Matrix in den Audio I/O Einstellungen lassen sich nun als Preset speichern und wieder abrufen. I/O können per Schnellbefehl aufsteigend oder manuell per Drag & Drop sortiert werden. Ein- und Ausgänge können farbig codiert werden.

Gruppen: Ein komplett neuen Workflow bieten jetzt die neu überarbeitete Gruppenfunktion. Gruppen lassen sich nun endlos verschachteln (Gruppen in Gruppen), per Schnellbefehl ausgesetzt werden und mit unabhängigen Attributen wie Pan, Volume, Mute, Solo bearbeitet werden. Das heißt man kann innerhalb einer Gruppe zum Beispiel das Panning unabhängig zu anderen Channels in der Gruppe bearbeiten. Mit dem Kurzbefehl zum kurzfristigen Aussetzen kann man schnell einen kompletten Kanalzug unabhängig bearbeiten und mit erneutem Kurzbefehl wieder in die Gruppe integrieren. Gruppen lassen sich nun benennen und werden neben der Kanalliste angezeigt. Per alt + die Nummer der jeweiligen Gruppe lässt sich diese deaktivieren oder aktiveren.

Plugin Manager: Der in Studio One 4 neu eingeführte Plugin Manager wurde weiter optimiert.  So lassen sich doppelte Plugins mit einem Klick ausblenden (z.B. die AU Versionen). Alle Werkzeuge wurden an einer Stelle organisiert. Uns ist auch direkt aufgefallen, dass der Cursor nicht mehr aus der Suche springt, wenn die Texteingabe nur sehr langsam erfolgt. Ich hatte nie Probleme damit, aber viele meiner Kollegen haben sich darüber in früheren Versionen geärgert.

Audio Batch Converter Addon: Mit diesem kostenpflichtigen Addon lassen Audiofiles per Drag & Drop in den Browser des Addons ziehen und bearbeiten. Zur Verfügen stehen unter anderem Restauratiostools wie De-Click und Sample-Rate Repair. Auch kann das Tool Audiofiles zum Beispiel nach EBU-R128 normalisieren. Dieses Feature dürfte für die meisten als Alternative zu Nugen LM-Correct 2 (Preis 345€) ausreichen. Für das Addon werden 49 USD fällig. Alle Vorgänge lassen sich stapelweise ausführen. So ist es möglich eine Audiodatei mit einem Klick in alle unterstützte (Audio)formate wie WAV, AIF, MP3, AAC etc. zu konvertieren und mit einem Klick die Samplerate mehrere Audiofiles zu reparieren und zu exportieren.

Toolbar / Makros: Die Werkzeugleiste und Makro Toolbar ist nun auch wie über dem Arrangementfenster im Editor vorhanden und unabhängig. Die Toolbar lässt sich nun mehr individualisieren

Reverse Sidechain: Im Pluginfenster finden sich nun Reverse Sidechain Channels, von der sich direkt Tracks auswählen lassen. Dupliziert man ein Plugin oder eine Spur mit aktiviertem Sidechain, wird das entsprechende Routing direkt mit kopiert.

Export: Der Audioexport ist nun in einem Schritt per Drag & Drop möglich. Auch ist es im Song Export möglich einen Mono Export vorzunehmen. Im Stem Export lassen sich Tracks und Kanäle nun schneller auswählen und der Vorgang für kommende Exporte speichern. MP3 lassen nun optional auch in VBR exportieren. M4A ist als neuer Codec hinzugekommen. Als komplett neues Feature hinzugekommen ist das exportieren in Videoformate, wenn eine Videodatei im Projekt vorhanden ist.

Wellenformen: Die Auflösung der Wellenformen wurde allgemein erhöht. Optional ist es möglich Wellenformen zu glätten und weicher darstellen zu lassen.

Sperrfunktionen: Events und Noten lassen sich gegen versehentliches verschieben sperren. Optional können auch weitere Aktionen gesperrt werden. Auch lassen sich ganze Tracks sperren.

Alle weiteren Features erhältst du im Changelog aufgelistet:

Studio One 4.5 Changelog deutsch / german

• (Nektar Panorama Integration)

Recording & Mixing
• Überarbeitete Hardware Controls Gain/Phase/48V  in den Mixer Channels für kompatible PreSonus Interfaces
• Input Mixer: Controls für Trim und Phase in jedem Channel Eingang
• Software Input Gain – Phasensteuerung für jeden Kanal, Bus und FX-Kanal
• Erweitertes Gruppensystem mit den Attributen Volume, Pan, Mute-Solo, Inserts-Sends
• Gruppen, die als Edit- und / oder Mix-Gruppen definiert werden können
• Befehl-Shortcuts um eine Gruppe auszusetzen
• Befehl zum Aussetzen aller Gruppen
• Unterstützung für unbegrenzt verschachtelte Gruppen (Gruppen innerhalb von Gruppen)
• Neuer Gruppen Sektion in der Spurliste und in der Kanalliste
• Optionale Darstellung der Gruppennamem auf Kanälen mit Optionen von Gruppenzuweisungen und das Umbenennen von Gruppen
• Anpassbare Channel-Komponenten in der Konsole
• RMS/Peak-Messoption pro Kanal
• Globale Pre-Fader-Anzeige
• Schnellzuweisung von I/O-Routings für mehrere ausgewählte Kanäle
• Schnellzuweisung für Ausgänge in aufsteigender Reihenfolge zu
• Basic und erweiterte Darstellung im Plugin Manager
• Alternatives  Reverse-Sidechain-Routing
• Kopieren von Plug-Ins inklusive Sidechain-Routing

Arrangement und Editing
• Sperren von Events inkl. Positionierung und Bearbeitungsoptionen
• Option zum Sperren von Tracks
• Unabhängige Optionen für Quantisierung, Zeitformat und Snap-Tool
• Einrasten an Nulldurchgänge ausrichten.

Musikalische MIDI-Bearbeitung
• Chord Vorhören Option in der Akkordauswahl
• Chord Vorhören Option für Chord Events in der Chordspur
• Benutzerderfinierter Sound zum Vorhören von Chords
• Neue Dur-/Moll-Dreiklänge
• Neu organisiertes Menü für musikalische Eingaben
• Dehnen mehrerer Noten durch Ziehen
• Noten Aktion: Skala anwenden
• Noten Aktion: Noten verteilen
• Noten Aktion: Noten zufällig sortieren
• Noten Aktion: Noten quantisieren
• Noten Aktion: Noten spiegeln
• Noten Aktion: Noten am Partende wiederholen
• Noten Aktion: Noten ausdünnen.
• Noten Aktion: Mit Noten füllen

Workflow
• Unabhängige Makro-Symbolleisten für Arrangement, Musik Editor und Audio Editor
• Makro-Symbolleiste: Benutzerdefinierte Menüs
• Makro-Symbolleiste: Direkte Makrobearbeitung
• Makro-Symbolleiste: Befehl „Makro duplizieren“
• Makro-Symbolleiste: Befehl „Verschieben in Gruppe“
• Impact XT: gleichzeitiges verschieben von mehr als 16 Samples oder Slices
• Patterns: Unterstützung für Quintolen – Septolen – Auflösung
• Verbessertes Swing-Timing für Pattern mit individueller Spurauflösung
• Stem-Export: Schnellauswahl für Spuren und Kanäle
• Stem-Export: Auswahl beim Schließen des Fensters speichern
• Song Data Import behalten den Status „Deaktiviert“ beim Importieren
• Fat Channel XT-Module behalten ihren Status beim Umschalten bei
• Instrumentenliste: Option „Alle deaktivieren“
• Instrumentenliste: Option „Nicht verwendete entfernen“
• Presets mit Ordnerauswahl speichern
• Zuweisbare F13-F24-Tasten
• Laden eines Markers über Shortcutbefehl
• Audio Export in einem Schritt (Drag & Drop)

Oberfläche
• Option zum Audio Waveform glätten
• Aktualisierung der Symbole in der Makro-Symbolleiste
•  Sample One XT – Impact XT: verbessertes Auslesen von Einheiten

Performance
• Verbesserte CPU-Leistung mit Multi Instruments
• Verbesserte CPU-Leistung mit Mai Tai, Sample One XT, Impact XT und Presence XT

Hardware und Installation
• I/O-Setup: Fügen Sie mehrere Ein- oder Ausgänge hinzu
• I/O Setup: Eingänge und Ausgäne per Drag & Drop neu anordnen
• Neuer Plug-in-Manager mit Filter nach Format und Hersteller
• Plug-in-Manager: Auflisten und Zurücksetzen von Plug-ins, die auf der Blacklist stehen

Import Export
• Importieren – Exportieren von I/O Setups
• Video-Export-Option mit plattformabhängiger Unterstützung mehrerer Codecs
• MP3-Export mit variabler Bitrate
• AAC-Unterstützung Import – Export, einschließlich ALAC Apple Lossless
• Mono-Option für den Mixdown Export

Sonstiges (Entwickler)
• [VST3]Support for program pitch names and key switch API
•[VST2] Host-specific extension to query key switches from plug-ins

Fehlerbehebungen (Bugfixes)

• Das Textfeld verliert möglicherweise den Fokus, wenn das Suchergebnis angezeigt wird
• Artefakte mit Volume Automation
•Sehr kurze MP3-Dateien können nicht importiert werden
• Presets für die Makro Tool Bar gehen verloren, wenn mehrere Song Sessions in einer bestimmten Reihenfolge geschlossen werden
• EventFX sind manchmal still, wenn diese eine Open Air Plugin Instanz beinhalten
• VCA Automation-Offset fehlerhaft
• Die Klickkoordinate des Stifts ist leicht deaktiviert
• Mögliche sperren bei Verwendung von „Chord folgen“
• True Peak liefert manchmal falsche Werte
• [MacOS] Zufällige Reihenfolge in Dateilisten, die aus dem APFS-Volume generiert wurden
• Mod Wheel wurde aus dem Sample One-Eco-Filter entfernt
• Note FX bleibt nach dem Rendern mit Chorder aktiv
• Track behält die VCA-Zuweisung nicht bei
• Spur- / Kanalfarben gehen bei Instrumenten mit mehreren Ausgängen verloren
• Einige Elemente benötigen im Light Theme mehr Kontrast
• Einige zeitversetzte Events in Scratch Pad werden falsch wiedergegeben
• [Windows 7] Möglicher Absturz beim Anwenden von Touch + Swipe mit bestimmten Plug-Ins
• Tippfehler in AudioBox 1818VSL-E / A-Beschriftungen

 

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