Steinberg Cubase 11 – Neue Features & Plugins

Mit Cubase 11 bringt Steinberg ein großes Update für ihre umfangreiche DAW. In diesem Artikel möchte ich euch alle wesentlichen Neuheiten zeigen. Je nach Version (Elements, Artist und Pro) sind unterschiedlich viele neue Funktionen enthalten.

Fangen wir mit Features an, die in allen Versionen enthalten sind:

Sampler

Die Sampler-Spur hat neue Funktionen bekommen um flexibler und kreativer mit Audio-Samples zu arbeiten. Zwei LFOs bieten die Möglichkeit über verschiedene Parameter einen Sound lebendiger zu gestalten. Dazu lässt sich über den Qualitätsmodi die Auflösung des Audiosignals variieren. Alles zwischen Vintage-Feeling und hochauflösendem Sound ist möglich. Der neue Slicing Modus schneidet das Audiomaterial in Einzelteile und legt diese aufsteigend auf das Keyboard. Dabei kann zwischen verschiedenen Slicing Modes ausgewählt werden. Slices lassen sich in der Länge bestimmen und mit Fades versehen. Eine weitere Neuheit ist der Mono Legato Glide.

Key-Editor

Ist im Key-Editor eine Tonskala eingestellt, werden alle falsch gespielten Töne vom Skalen Assistant auf den richtigen Ton gezogen. Es ist auch möglich eingespielte MIDI-Daten zu analysieren. Dann schlägt Cubase die passende Skala vor.

Ebenso können nun CC- und Pitchbend-Spuren gerastert auf Halbtöne eingestellt werden und Kurven lassen sich genauso einfach wie Automationen einzeichnen.

Squasher

Mit diesem neuen Plugin bringt Steinberg einen Multiband Upward- und Downward-Compressor. Der Squasher ist einfach zu bedienen und kann Sounds mit wenigen Mausklicks im Mix nach vorne holen.

Sample-Sets

Ebenso in allen Versionen enthalten sind sechs neue Sound- und Loop-Packs aus den Genres HipHop, LoFi, TechHouse und Film Score. Zusätzlich gibt es noch Vocal Lines und ‘80s Synth Wave.

Die nachkommenden Features gibt es nur in der Artist- und Pro-Version:

Imager

Ein weiteres neues Plugin ist der Imager. Mit diesem Tool lässt sich das Audiomaterial über vier verschiedene Frequenzbändern im Stereobild verbreitern oder einengen und nach rechts oder links positionieren. Über das Scope und Correlation Meter erhält man visuelles Feedback über Monokompatibilität und Stereo-Positionierung.

SpectraLayers One

Mit dem kleinen Bruder des Audio-Editors SpektraLayers bietet Steinberg nun die Möglichkeit auch in Cubase Audiomaterial durch Bearbeitung in einer Spektralanalyse zu restaurieren und Gesang von Instrumentals zu separieren.

SuperVision

Der Multimeter Analyzer lässt sich mit bis zu neun Modul-Slots individuell zusammenstellen. Die Module zeigen detaillierte Messwerte zu Pegel, Spectral-Phase und Wellenformen an.

Die letzten Funktionen sind ausschließlich in der Pro-Version zu finden:

Export-Fenster

Das Export-Fenster wurde verbessert und erweitert. So können nun die Spuren in der Projekt-Auswahl mit den ausgewählten Spuren im Export-Fenster synchronisiert werden um eine schnellere Auswahl treffen zu können. Zudem lassen sich Dateiformat-Presets abspeichern. Eine weitere zeitsparende Funktion ist die Stapelverarbeitung. So können mehrere Exports geplant und danach mit einem Klick durchgeführt werden.

Dynamischer EQ

Der Frequency 2 ist eine Weiterentwicklung des Equalizers, in der es jetzt eine dynamische Sektion gibt. Jedes der acht Bänder ist zusätzlich in der Lage, ein unterschiedliches Sidechain-Signal zu empfangen. Dies ist aufgrund der Multi-Sidechain-Architektur möglich.

Synchronization

Es können nun globale Spuren im Key-Editor angezeigt werden. Das heißt Tempo-Spur, Chord-Spur, Lineale und Co sorgen beim Einspielen von MIDI-Daten o.ä. absofort für mehr Übersicht.

Noten-Editor

Auch der Noten-Editor hat ein paar nützliche Features erhalten, die den Workflow verbessern. Im neuen Notenbearbeitungs-Overlay können Noten wie im Key-Editor gesetzt und bearbeitet werden. Der Editor unterstützt ab sofort das SMuFL-Schriftformat.

Steinberg Cubase 11 ist ab sofort erhältlich.

Produktseite

Autor: Christian Nelles

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